Das Gebäude der warmen Bäder
In der Geschichte der Entwicklung des Kurorts Palanga nehmen die warmen Bäder einen besonderen Platz ein. Nachdem er die natürlichen Heilkräfte des Kurorts Palanga erkannt hatte, ließ Graf Feliksas Tiškevičius in den Jahren 1888–1900 ein hölzernes Gebäude für warme Bäder errichten. Es ist im Schweizer Villenstil erbaut. Im Gebäude wurden Bäder mit erwärmtem Meerwasser, Mineralwasser und Heilkräutern eingerichtet und verschiedene Heilbehandlungen durchgeführt.
Aufgrund der steigenden Zahl der Urlauber und ihrer Bedürfnisse wurde das Gebäude mehrmals umgebaut. In den Jahren 1910–1912 wurden zwei Flügel – ein Ost- und ein Westflügel – angebaut. Nach dem Umbau wurden in den Badehäusern 24 Bäder eingerichtet: 6 in der ersten Klasse, 14 in der zweiten Klasse und 4 in der dritten Klasse. Nach der Renovierung im Jahr 1929 waren 25 Bäder in Betrieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude mit den warmen Bädern verstaatlicht und 1952 in eine balneologische (Wasser-Schlamm-)Heilanstalt umgewandelt.
2004 wurde das Gebäude in das Register der unbeweglichen Kulturgüter der Republik Litauen aufgenommen.